German-OCR verarbeitet deutsche Belege, Pläne und Scans: Es erkennt Text, Struktur und einzelne Felder und übergibt die Ergebnisse an nachgelagerte Systeme. Seit September 2026 liegt die vierte Version vor. Mit ihr ändert sich neben der Erkennung auch das Vertragsmodell für Unternehmen.
Erkennung, Struktur, Übergabe
German-OCR 4 liest deutsche Dokumente wie Rechnungen, Lieferscheine, Bescheide oder Baupläne und ordnet die enthaltenen Angaben definierten Feldern zu. Das Ergebnis steht als JSON, XML oder PDF bereit und lässt sich an SAP, RIB oder ein Dokumentensystem übergeben, ohne dass Mitarbeiter Werte von Hand abschreiben. Für die Erkennung gilt eine feste Regel: Ist ein Feld im Original nicht eindeutig zu lesen, bleibt es leer. German-OCR gibt keinen geratenen Wert aus, auch wenn ein plausibler Wert naheliegt. Diese Zurückhaltung ist Teil der Systemlogik und nicht nachträglich hinzugefügt.
Der Betrieb erfolgt auf Hardware des Kunden oder gehostet in Deutschland. Welche Variante passt, hängt vom Dokumentenvolumen, der vorhandenen Infrastruktur und den Anforderungen an die Datenhaltung ab.
Unternehmensverträge mit jährlicher Abrechnung
Mit Version 4 stellt German-OCR von monatlicher auf jährliche Abrechnung um. Unternehmen schließen einen Jahresvertrag und erhalten damit eine feste Kalkulationsgrundlage für ihre Dokumentenverarbeitung. Der Business-Tarif deckt bis zu 10.000 Analysen im Monat ab und richtet sich an Unternehmen mit kontinuierlichem Belegaufkommen, etwa in der Buchhaltung, im Rechnungseingang oder in der Bauabwicklung.
Die Umstellung auf Jahresverträge folgt der Art, wie die Software tatsächlich eingesetzt wird: nicht als Werkzeug für einzelne Dokumente, sondern als laufender Bestandteil eines Abrechnungs- oder Dokumentenprozesses.
Demo-Zugang ohne Registrierung
Wer German-OCR 4 vor einer Entscheidung prüfen möchte, erhält über german-ocr.de Zugang zu einer Demo-Umgebung. Ein Zugangstoken genügt; eine Registrierung mit Namen, Firma oder E-Mail-Adresse ist nicht erforderlich. Das senkt die Schwelle für einen ersten Test und erlaubt eine Einschätzung der Erkennungsqualität, bevor ein Vertrag zustande kommt.
Herkunft: vom offenen Modell zur Unternehmenslösung
German-OCR baut auf einer offenen Linie auf. Frühere Versionen bis 3.1 stehen unter dem Namen German-Text-3.1 als Open-Source-Modell unter Apache-2.0-Lizenz auf Hugging Face bereit und lassen sich auch über Ollama betreiben. Sie decken Dokumenttypen wie Rechnung, Brief, Formular, Quittung, Bescheid und Vertrag ab, nach dem Prinzip: Bild rein, strukturiertes JSON raus. Die Regel „lieber null als geraten“ gilt dort ebenso wie in der aktuellen Unternehmensversion.
Diese Herkunft lässt sich nachvollziehen: Wer die Erkennungslogik verstehen will, kann sie an der offenen Version selbst prüfen, unabhängig von der kommerziellen Weiterentwicklung.
German-OCR 4 verbindet damit ein geprüftes Erkennungsprinzip mit einem Vertragsmodell, das auf dauerhaften Einsatz ausgelegt ist.